Das erste Jahr

Unmittelbar nachdem der Verein gegründet wurde, ging es dann los mit den Vorbereitungen zum Karneval 1998. Die Halle, die bereits von mir für die Chorvereinigung gemietet wurde, musste jetzt auf die Karneval Gemeinschaft umgeschrieben werden. Die Kapelle musste angemietet, die Bewirtung und die Beschallung organisiert werden. Aber auch vereinsinterne Dinge waren wichtig und mussten geregelt werden: Wir benötigten eine Satzung und ein Bankkonto. Beitrittserklärungen mussten verteilt werden, um möglichst schnell viele angemeldete Mitglieder zu bekommen, denn die einzigen Einnahmen in diesem Jahr waren die Mitgliedsbeiträge. Und noch eins war uns sehr wichtig: Auch wenn wir den Karneval zunächst grundsätzlich so lassen wollten wie er war, eine kleine Veränderung musste einfach her: Ein neues Bühnenbild. Das abgebundene Fangnetz der früheren Veranstaltungen war zwar sehr praktisch zum Aufhängen von Girlanden, aber es gefiel uns einfach nicht mehr. Bereits in der ersten Vorstandssitzung überlegten wir, wie dieses Bühnenbild aussehen könnte. Ich entwarf ein Wappen, das wir ab sofort auch als Vereinswappen auf allen Briefbögen, Beitrittserklärungen und Mitteilungen benutzten. Als Hintergrund wollten wir einen aus farbigem Stoff bestehenden Vorhang herstellen, auf den dann das Wappen und andere Bilder gehängt werden konnten. Es bot sich an, diesen ca. 7 x 3 m großen Vorhang in den Vereinsfarben rot/weiß zu nähen, allerdings würde dann das Wappen, das ja ebenfalls in diesen Farben war, nicht mehr gut auffallen. Später wurde dann, trotz meiner Einwände bzgl. der Farbe, beschlossen, einen weinroten Hintergrund zu wählen. Rechts und links sollte jeweils ein gemalter Clown befestigt werden, in der Mitte unser Wappen. Der „Vorhang“ wurde von Petra Heckmann besorgt und genäht, die Bilder von Achim Helmke gemalt, der auch die Farben dazu kostenlos zur Verfügung stellte.

In der 1. Mitgliederversammlung am 18. Juli 1997 im Gasthaus Fuldawiese wurde die von Diana Zimmermann verfasste und von Juliana Gutsch geschriebene Vereinssatzung (siehe Anhang) verlesen und einstimmig angenommen. Da wir bei der Gründungsveranstaltung in aller Hektik vergessen hatten, zwei Kassenprüfer zu wählen, wurde dies jetzt nachgeholt. Einstimmig gewählt wurden: Gisela Weber und Reiner Lohne, die auch gleich einen Termin für die Kassenprüfung festlegten. Als wir später noch über vereinseigene Wertmarken (Chips) diskutierten, spendete Gerd Bange 100,- DM für diese Anschaffung.

Im Verlauf dieses Jahres gab es auch noch einige gesellschaftliche Veranstaltungen, an denen viele Mitglieder teilnahmen, z.B. am 26. Juni, Polterabend von Nicole und Carsten Jäger im Dorfgemeinschaftshaus (wir brachten unserem „Tanzpärchen“ ein musikalisches Ständchen und feierten mit ihnen bis in den frühen Morgen), das Dorffest der Vereine am 12. Juli (die KGR stellte eine Thekenmannschaft und half bei der Bewirtung), die Teilnahme am Kirmesfestzug am 24. August, bei dem der Wagen der KGR den 2. Platz belegte und 30 Biermarken gewann, die auch sofort in Getränke aufgeteilt wurden, sowie das vereinsinterne Sommerfest in Kiefers Naturtrübhütte am 27. September und die Eröffnung der Session 97/98 am 11. November um 20:11 Uhr in der Waldgaststätte Rose. Alle Veranstaltungen waren feuchtfröhlich und gut besucht.

Ab Ende September ging es dann los mit dem Einüben der neuen Tänze, denn der nächste Karneval kommt bestimmt, und die Zeit vergeht schneller als man denkt.

In den insgesamt sechs Vorstandssitzungen bis zum Karneval 1998 (siehe Terminliste im Anhang) gab es weiterhin folgende nennenswerte Beschlüsse:

  • der Beitragssatz wurde auf 12,- DM für Erwachsene ab 18 Jahren und 6,- DM für Jugendliche von 12 - 17 Jahren festgesetzt; Kinder unter 12 Jahren sind frei
  • Rosenmontagsball soll am 23. Februar 1997 ab 20:11 Uhr in Eigenregie im Dorfgemeinschaftshaus durchgeführt werden; Musik: Berthold Weber
  • es soll vorerst noch kein Kinderkarneval durchgeführt werden, dieser soll zunächst weiterhin in den Händen des SPD Ortsvereins bleiben (der Grund: Im DGH darf kein Kinderkarneval durchgeführt werden, da die Kinder auf die Straße und die Bahn laufen können (?))
  • die Jahreshauptversammlung wurde zunächst auf den 21. März 1998 festgelegt, später dann auf den 4. April 1998, 18 Uhr in der Waldgaststätte Rose verschoben
  • Eintrittspreise für Karneval 1998 wurden auf 16,- DM / 14,- DM festgelegt; der Kartenvorverkauf sollte aber nicht ab 8 Uhr sein (die ersten Käufer standen im letzten Jahr bereits um kurz nach 6 Uhr an!), sondern wurde auf den 7. Januar 1998 ab 14 Uhr festgelegt
  • alle Ausgaben für den Karneval 1998 sollen zunächst privat finanziert werden, da der Kassenbestand gerade mal 454,60 DM betrug
  • die Orden sollen das Wappen enthalten
  • beim Adventsmarkt macht die KGR die Würstchenbude
  • eine Versicherung der Mitglieder und für die Veranstaltungen wurde abgeschlossen
  • beim Rosenmontagsball soll das beste Kostüm prämiert werden
  • beim Karneval sollen Kontrollmonitore in den Umkleidekabinen aufgestellt werden

Wir waren gut gerüstet, der erste Karneval der KGR durfte kommen.

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